
TOOL BUDDY
Wie nutzt man Werkzeug mit eingeschränkten körperlichen Möglichkeiten?
Für die meisten Menschen ist es ganz normal, einen Akkuschrauber in die Hand zu nehmen und die geplante Arbeit zu verrichten. Diese Selbstverständlichkeit ist leider nicht jedem Menschen vergönnt. Aufgrund von angeborenen, krankheitsbedingten oder durch Unfälle verursachten Einschränkungen kann das schlichte Greifen von Gegenständen zur Herausforderung werden.
Ausgangsszenario für dieses Konzept ist die Beeinträchtigung bzw. die Lähmung des Armes bzw. der Hand ab dem Handgelenk. Somit ist die eigenständige Bewegung der Finger nicht möglich. Ziel des Projektes war es, mit Hilfe von 3D-Druck individuell angefertigte Unterstützungen für den Alltag zu gestalten.
2020 / Teamarbeit / Kooperation: Studiengang Ergotherapie FH Joanneum
In einem Workshop-Team, bestehend aus Ergotherapeutinnen und Designern, wurde in zwei Tagen mit Hilfe eines Patienten mit dem oben angeführten Leiden ein Lösungsweg gesucht, um ihm wieder ein Hantieren mit einem Akkuschrauber zu ermöglichen.
DER WORKSHOP




Das Ergebnis ist eine individuell angepasste 3D-gedruckte Schiene, die das Handgelenk stabilisiert. Ergänzt wird sie durch eine Neoprenschlinge, mit der die Hand am Schrauber fixiert wird. Um den Abzug betätigen zu können, wird eine Manschette am Oberarm befestigt, von der aus ein Riemen um den Abzug gespannt wird. Durch die Streck- Beugebewegung des Ellbogengelenkes kann der Schrauber gesteuert werden.
Abgesehen von der Schiene können alle Teile durch die mögliche Größeneinstellung in größeren Stückzahlen und somit kostengünstig hergestellt werden.
DAS DESIGN



